Leichtathletik

Zwei Jahre nach der Gründung des VfL Menden Platte Heide, erst einmal mit der Sportart Fußball, wurde die Leichtathletik auf der Platte Heide ins Leben gerufen. Gründer  war Josef Beckmann gemeinsam mit Heinrich Mackenbruck. Bei waren als Übungsleiter bzw. Kampfrichter lange tätig. Stellvertretend für die vielen guten Leistungen in den Anfangsjahren sei hier Erika Neuenfeldt erwähnt, die 1966 die erste Westfalenmeisterschaft für den VfL im Speerwurf holte. Später gewann sie mit der Frauenmannschaft von Bergisch Gladbach auch den ersten deutschen Meisterschaftstitel im Frauenfußball.

Auch die Schülerarbeit nahm ab 1968 einen großen Aufschwung.

Ende der 60er Jahre wurde in den Leistungsgruppen bis zu 4 mal wöchentlich trainiert und die Erfolge stellten sich bald ein. So wurde Silvia Hollmann 1970 über 400 m Westfälische Hallenmeisterin. Silvia Hollmann startete später für den OSC Dortmund und wurde Vizeeuropameisterin über 400 m. Auch die Sprinter um Detlef Peuthert und Reinhard Schröer waren in Südwestfalen zu ihrer Zeit führend. Reinhard Schröers Zeiten von 10,8 sec. über 100 m, 21,8 sec. über 200 m bzw. die 49,1 sec. über 400 m sowie 54,3 sec. über 400 m Hürden von Detlef Peuthert belegen das eindrucksvoll.

Einen weiteren Aufschwung gab es durch die Trainer Alfred Pross, Rudolf Wiemann, Franz-Josef Bronheim, Wolfgang Albus sowie Volker Merten und Dr. Norbert Allewelt bei den Schülern. Die wohl größten Erfolge in der Vereinsgeschichte des VfL gab es Anfang bis Ende der 80er Jahre. Unter der Betreuung seines Trainers  Wilfried Skrzybinski war es vor allem Volker Welzel, der für den VfL Leichtathletikgeschichte geschrieben hat. Sei es in Einzeldisziplinen von 800 m bis 5000 m oder in den Männerstaffeln (gemeinsam mit Heiner Böhle, Thomas Fehrs, Thomas Geise,  Matthias Nückel, Martin Seidler) über 4×800 m bzw. 4×1500 m, er setzte Maßstäbe. Seine gelaufenen Kreisrekorde haben immer noch Bestand.

Seine größten Erfolge waren neben den vielen Westfalen- und Westdeutschen Meistertitel  war 1979 der Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft im Crosslauf und der Titel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften über 2000 m Hindernis sowie 1986 der Sieg in der Männerklasse bei den Deutschen Crosslaufmeisterschaften auf der Mittelstrecke und der 3. Platz über 5000 m bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Olympiastadion Berlin (vor ihm lagen keine geringeren wie Dieter Baumann, der spätere Olympiasieger von Barcelona 1992 über diese Strecke, und der ehemaligen Europameister Thomas Wessinghage. Dreimal konnte sich Volker Welzel auch im Nationaltrikot präsentieren.

Nicht unerwähnt bleiben sollten die Leistungen von Thomas Geise, der dreimal hintereinander Westfälischer Meister über 3000 m Hindernis wurde.

In seinem Sog wuchsen viele Talente nach. Hier sei an Christoph Arens, Jörg Blumenstein, Andreas Kunath und Uwe Witzke erinnert, die in ihren Jugendjahren viele herausragende Leistungen erzielten. In den darauf folgenden Jahren gab es immer wieder großartige Platzierungen bei Westdeutschen, Westfälischen, Südwestfälischen und Kreismeisterschaften. Einen maßgeblichen Anteil hatten hier Armin und Uwe Blumenstein, Andreas Giebel, Rainer Kardell und Frank und Wolfram Pape.

In seinem letzten Trainerjahr führte Wilfried Wille seine letzte Staffel zu den Deutschen Meisterschaften. Es war eine große Genugtuung für den Trainer, als die Jugendlichen Wolfram Pape, Rainer Kardell und Andreas Giebel in Bielefeld bei den Westfälischen Meisterschaften die Qualifikation über 3×1000 m schafften.

Danach übernahm Thomas Fehrs das Training der Mittel- und Langstreckler und der über die Hürdenstrecken und im Hoch- und Weitsprung erfolgreiche Frank Pape das Schülertraining. Mit Frank Kuhnigk gewann einer seiner jungen Athleten die Westfälische Meisterschaft im Waldlauf. Rainer Kaiser freute sich als Trainer über den Mannschaftstitel bei den Westfälischen Waldlaufmeisterschaften. Michael Kaiser, Christian Schelte und Andrè Dahlhaus stellten die erfolgreiche Mannschaft.

Aber auch die Mädchen konnten sich sehr gut in Szene setzen. 1981 konnten sich gleich 2 Staffeln des VfL bei den Westfälischen Staffelmeisterschaften über 3 x 800 m platzieren. Iris Beckmann, Monika Blumenstein und Sabine Mersch (1. Mannschaft) und Heike Müller, Silvia Klee und Stefanie Spener bildeten die 2. Mannschaft. In den folgenden Jahren setzten Andrea Waskow, Nathalie Giebel, Anke Gottschalk, Petra Schelte und Andrea Skrzybinski die Erfolge fort.

Hervorzuheben ist auch die langjährige Freundschaft mit dem schwedischen Verein IFK Helsingborg. Es gab in den Jahren zwischen 1972 bis Ende der 80er Jahre viele gegenseitige Besuche, Trainingslager und Vergleichskämpfe. Persönliche Freundschaften haben bis heute Bestand.

1989 schloss sich die Leichtathletik-Abteilung des VfL mit den Leichtathletik-Abteilungen des SV Menden und TuS Lendringsen zur LG Menden zusammen.

Die LG Menden besteht seit 2009 aus den Leichtathletik-Vereinen des SV Menden und VfL Menden Platte Heide.

Weitere Informationen zur LG Menden (Training, Ansprechpartner etc.) finden Sie unter www.lgmenden.de